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Pressemitteilung

J.P. Morgan Asset Management: Auch für Tech-Aktien gilt – eine starke Vorrunde macht noch keinen Weltmeister

TG
Tilmann Galler

Managing Director

Veröffentlicht: 11-06-2026

  • Weltmeisterliche Performance, aber KI-Investitionen steigen schneller als KI-Umsätze
  • Konzentrationsrisiko nimmt zu: Eine breite Aufstellung nach Geschäftsmodellen, Branchen und Regionen wichtig
  • Defensive stärken mit Anleihen hoher Qualität

 

Frankfurt, 10. Juni 2026 – Seit Jahresbeginn stehen die Aktien rund um Künstliche Intelligenz bei vielen Anlegerinnen und Anlegern wieder im Mittelpunkt. Im Fokus der Anleger standen Hardware- und Halbleiterwerte, getrieben von wachsender Nachfrage nach Rechenleistung, massiven Investitionen und überzeugenden Gewinnen der Schlüsselspieler. Und auch bei der nun startenden Fußball-Weltmeisterschaft blicken viele gespannt auf die Favoriten. Doch auf dem Rasen gilt ebenso wie an der Börse: „Eine starke Vorrunde reicht nicht für den Titel. Entscheidend ist, ob die Favoriten ihre Leistung unter Druck bestätigen können“, erklärt Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management. „Gerade bei KI-Aktien ist es wichtig, die Risiken im Blick zu behalten und das Portfolio breit aufzustellen. Denn Konzentrationsrisiken können schnell zum Eigentor werden.“

KI-Investitionen steigen schneller als KI-Umsätze

Aus Sicht von Tilmann Galler dürften Investitionen vieler Unternehmen 2026 und 2027 schneller steigen als direkt zurechenbare KI-Umsätze. „Eine solche Entwicklung belastet den freien Cashflow. Den zeitgleich bewertet der Aktienmarkt viele KI-Gewinner bereits so, als würden die hohen Wachstumsraten über Jahre anhalten“, betont der Ökonom. Die entscheidende Frage sei daher, ob Cloud-Dienste, Unternehmenssoftware, KI-Abonnements und neue Anwendungen genug zusätzliche Erlöse bringen können, um die hohen Investitionen zu rechtfertigen. „Wenn Umsätze steigen, Kosten pro Recheneinheit sinken und der Cashflow wächst, bleibt das Investitionsargument stark. Wenn die Monetarisierung langsamer verläuft, könnten Unternehmen ihre Investitionen kürzen. Das hätte Folgen für die gesamte KI-Wertschöpfungskette“, führt der Kapitalmarktexperte aus.

Das Konzentrationsrisiko nimmt für Investoren zu: Im S&P 500 hat Technologie bereits ein Indexgewicht von 39 Prozent, was höher ist als der Höchstwert des Internetbooms im Jahr 2000. Zudem sind für einen großen Teil der Wertentwicklung nur wenige Mega-Caps verantwortlich. Auch globale Aktienindizes werden stark von US-Aktien geprägt. „Das hilft in Aufwärtsphasen, erhöht aber die Verletzlichkeit, wenn die Marktführer enttäuschen“, erklärt Galler. 

Diversifikation nach Geschäftsmodellen, Branchen und Regionen wichtig

Wer in KI investieren möchte, kommt an den US-Hyperskalierern und führenden Chipanbietern bislang kaum vorbei. Allerdings ist dieser Bereich des Marktes nach Einschätzung von Tilmann Galler bereits sehr beliebt und teilweise hoch bewertet. Anleger sollten deshalb auch die breitere Wertschöpfungskette betrachten. „Wie im Fußball gewinnt selten ein einzelner Star das Turnier allein. Auch Mittelfeld, Defensive und Teamgeist entscheiden. Übertragen auf KI heißt das: Neben Modellen und Chips zählen Rechenzentrumsflächen, Stromnetze, Energieerzeugung, Kühlung, elektrische Komponenten, Bau- und Ingenieurleistungen sowie Ausrüstung“, sagt Galler.

Entscheidend sei, wo sich tatsächlich Umsätze, Produktivitätsgewinne und Cashflow-Verbesserungen zeigten. Eine breitere Aufstellung am Aktienmarkt könne deshalb Konzentrationsrisiken reduzieren. Wichtig sei Diversifikation nach Geschäftsmodellen, Branchen, und Regionen. Asien beispielsweise sei kein einheitlicher KI-Markt. „Taiwan und Südkorea sind eng mit modernen Halbleitern und Speichertechnologien verbunden. Japan ist stark bei Ausrüstung, Materialien und Robotik. China entwickelt ein inländisch geprägtes KI-Ökosystem mit eigenen Chancen und politischen Risiken. Für Investoren ermöglicht deshalb eine Ausweitung der Technologieinvestitionen über die USA hinaus einen breiteren Zugang zu diesem Wachstumstreiber“, stellt Tilmann Galler fest.

Anleihen hoher Qualität gut für Defensive

Nach der starken Kursentwicklung reicht nach Meinung von Tilmann Galler Begeisterung allein nicht mehr aus. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des globalen Technologiesektors liege inzwischen bei über 40. „Investoren sollten prüfen, wo Erwartungen, Bewertungen und Gewinne zusammenpassen, und wie stark ihr Portfolio von wenigen Technologiewerten abhängt. Der Boom ist real, aber wie bei einer Weltmeisterschaft ist neben der Offensive eine stabile Defensive unerlässlich. Oft entscheidet sich erst in den K.-o.-Runden, wer den Erwartungen und dem Druck standhält“, erklärt Galler.

Anleihen hoher Qualität könnten aus seiner Sicht eine wichtige Rolle im Portfolio spielen. Denn sollte der KI-Investmentboom ein überraschend jähes Ende finden, würde das für die Weltwirtschaft die Rezessionsrisiken erhöhen. Für Aktienmärkte wäre das kritisch. Langlaufende Qualitätsanleihen könnten in diesem Fall ein wichtiger Puffer für das Gesamtportfolio sein.

Tilmann Galler, Managing Director, CEFA/CFA, arbeitet als globaler Kapitalmarktstratege für die deutschsprachigen Länder bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Als Teil des globalen „Market Insights“-Teams erstellt und analysiert er auf Basis von umfangreichem Research Informationen rund um die globalen Finanzmärkte und leitet Implikationen für Investmentstrategien ab. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in der Finanzbranche und war zuvor unter anderem auch als Portfolio Manager tätig. www.jpmorganassetmanagement.de/deu/marketinsights

Wichtige Hinweise:
eine Beratung noch eine konkrete Anlageempfehlung dar. Sämtliche Prognosen, Zahlen, Einschätzungen und Aussagen zu Finanzmarkttrends oder Anlagetechniken und -strategien sind, sofern nichts anderes angegeben ist, diejenigen von J.P. Morgan Asset Management zum Erstellungsdatum des Dokuments. J.P. Morgan Asset Management erachtet sie zum Zeitpunkt der Erstellung als korrekt, übernimmt jedoch keine Gewährleistung für deren Vollständigkeit und Richtigkeit. Die Informationen können jederzeit ohne vorherige Ankündigung geändert werden. J.P. Morgan Asset Management nutzt auch Research-Ergebnisse von Dritten; die sich daraus ergebenden Erkenntnisse werden als zusätzliche Informationen bereitgestellt, spiegeln aber nicht unbedingt die Ansichten von J.P. Morgan Asset Management wider. Die Nutzung der Informationen liegt in der alleinigen Verantwortung des Lesers. Der Wert, Preis und die Rendite von Anlagen können Schwankungen unterliegen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die aktuelle und zukünftige Wertentwicklung. Das Eintreffen von Prognosen kann nicht gewährleistet werden. J.P. Morgan Asset Management ist der Markenname für das Vermögensverwaltungsgeschäft von JPMorgan Chase & Co. und seiner verbundenen Unternehmen weltweit. Telefonanrufe bei J.P. Morgan Asset Management können aus rechtlichen Gründen sowie zu Schulungs– und Sicherheitszwecken aufgezeichnet werden. Soweit gesetzlich erlaubt, werden Informationen und Daten aus der Korrespondenz mit Ihnen in Übereinstimmung mit der EMEA-Datenschutzrichtlinie von J.P. Morgan Asset Management erfasst, gespeichert und verarbeitet. Die EMEA-Datenschutzrichtlinie finden Sie auf folgender Website: www.jpmorgan.com/emea-privacy-policy. Herausgeber in Deutschland: JPMorgan Asset Management (Europe) S.à r.l., Frankfurt Branch Taunustor 1 D-60310 Frankfurt am Main. Herausgeber in Österreich: JPMorgan Asset Management (Europe) S.à r.l., Austrian Branch, Führichgasse 8, A-1010 Wien. 1b9d91dc-643d-11f1-ae43-718946738232
Über J.P. Morgan Asset Management
Als Teil des globalen Finanzdienstleistungskonzerns JPMorgan Chase & Co verfolgt J.P. Morgan Asset Management das Ziel, Kundinnen und Kunden beim Aufbau stärkerer Portfolios zu unterstützen. Seit mehr als 150 Jahren bietet die Gesellschaft hierzu Investmentlösungen für Institutionen, Finanzberater und Privatanleger weltweit und verwaltet per 31.03.2026 ein Vermögen von 4,3 Billionen US-Dollar. In Deutschland ist J.P. Morgan Asset Management seit 35 Jahren und in Österreich seit mehr als 25 Jahren präsent und mit einem verwalteten Vermögen von rund 40 Milliarden US-Dollar, verbunden mit einer starken Präsenz vor Ort, eine der größten ausländischen Fondsgesellschaften im Markt. 
Das mit umfangreichen Ressourcen ausgestattete globale Netzwerk von Anlageexpertinnen und -Experten für alle Assetklassen nutzt einen bewährten Ansatz, der auf fundiertem Research basiert. Zahlreiche „Insights“ zu makroökonomischen Trends und Marktthemen sowie der Asset Allokation machen die Implikationen der aktuellen Entwicklungen für die Portfolios deutlich und verbessern damit die Entscheidungsqualität bei der Geldanlage. Ziel ist, das volle Potenzial der Diversifizierung auszuschöpfen und das Investmentportfolio so zu strukturieren, dass Anlegerinnen und Anleger über alle Marktzyklen hinweg ihre Anlageziele erreichen.
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