• Evolution der nachhaltigen Investmentlandschaft
  • Aktien: Chancen vor allem in Europa, während der Inflation Reduction Act die Energiewende in USA treibt
  • Anleihen: Anlagevielfalt wird größer bei steigendem Interesse für Green Bonds

Frankfurt, 4. Juni 2024 – Die Transformation der Wirtschaft hin zu stärkerer Nachhaltigkeit steht nicht nur rund um den morgigen Weltumwelttag im Fokus. Ein wichtiger Eckpfeiler ist dabei, saubere Energietechnologien voranzutreiben, um die Weltwirtschaft stärker dekarbonisieren zu können. In diesem Prozess nimmt auch die Vielfalt und Komplexität der nachhaltigen Investment­möglichkeiten immer weiter zu. Gleichzeitig werden die Möglichkeiten für Klimainvestitionen stark von politischen Entscheidungen sowie strengeren Regulierungen beeinflusst. Was gilt es für Anlegerinnen und Anleger im Bereich Nachhaltigkeit zu beachten? Expertinnen und Experten von J.P. Morgan Asset Management haben die aktuelle Situation in verschiedenen Anlageklassen sowie in unterschiedlichen Regionen weltweit analysiert.

Fünf Themen bestimmen die Evolution der nachhaltigen Investmentlandschaft

So hat Jennifer Wu, Global Head of Sustainable Investing bei J.P. Morgan Asset Management, fünf Themen identifiziert, die nachhaltige Investments derzeit vor allem bestimmen. Erstens schafft aus ihrer Sicht das globale politische und regulatorische Umfeld mehr Möglichkeiten für Investments. Der Inflation Reduction Act in den USA und der Green Deal Industrial Plan der Europäischen Union dürften den grünen Übergang beschleunigen. Auch wird die bisherige regulatorische Fragmentierung in verschiedenen Ländern durch Standards etwa zur Nachhaltigkeits- und Klimaberichterstattung des International Sustainability Standards Board (ISSB) oder die EU-Offenlegungserklärung (SFDR) verringert.

Zweitens geht Jennifer Wu davon aus, dass sich Marktstandards weiterentwickeln und angleichen werden. So nimmt vor allem im Bereich der Kohlenstoffmärkte die Standardisierung zu. Diese sind ein wichtiges Instrument für Investoren, die eine weitere Dekarbonisierung der Wirtschaft fördern wollen. Auch Anbieter von Emissionszertifikaten setzen auf mehr Transparenz.

Drittens werden sich Anleger, die sich klimaneutrale Ziele für ihre Investments gesetzt haben, stärker mit der Umsetzung der Investments befassen. Der politisch unterstützte Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft werde viel Kapital in innovative Klimatechnologien und -lösungen fließen lassen – und damit sowohl Renditechancen als auch Herausforderungen mit sich bringen, die es in einem zukunftsorientierten Portfolio zu berücksichtigen gilt.

So müssen viertens aus Sicht von Jennifer Wu Klima- und Naturrisiken genauer bepreist werden. Beispielsweise gelte es, den wirtschaftlichen Beitrag der Natur und die langfristigen Risiken für Anlageportfolios durch Naturzerstörung besser zu verstehen und zu quantifizieren.

Und fünftens entwickelt sich nach Einschätzung von Jennifer Wu die Definition von nachhaltigem Investieren stetig weiter. „Anlageziele reichen von der reinen Maximierung der finanziellen Rendite über die Abwägung finanzieller Ziele mit verbesserten ökologischen oder sozialen Ergebnissen bis hin zur aktiven Priorisierung nachhaltiger Resultate“, sagt Jennifer Wu. So könnten Investoren mit nachhaltigen Zielen auch in Unternehmen mit hohen Emissionen investieren und aktiv an den Chancen teilhaben, die sich aus der Transformation dieser Unternehmen ergeben, anstatt diese aus ihren Portfolios auszuschließen. Die Expertin führt aus, dass selbst Anleger ohne nachhaltiges Ziel sich mit dem Thema Nachhaltigkeit aus Gründen des Risikomanagements befassen müssen, etwa weil sich Verbraucherpräferenzen ändern oder technologische Innovationen vor allem in Bereich Nachhaltigkeit stattfinden.

Aktien: Chancen vor allem in Europa, Inflation Reduction Act treibt Energiewende in USA

Aufgrund der Tatsache, dass große Schwellenländer wie China, Indien, Südafrika und Brasilien bei den COP28-Verhandlungen im vergangenen Jahr besonders präsent waren, dürften nach Ansicht von Amit Mehta, Portfolio-Manager des JPMorgan Funds – Emerging Markets Sustainable Equity Fund  im Emerging Markets und Asia Pacific (EMAP) Equities Team bei J.P. Morgan Asset Management, die Investitionen in die Energiewende in diesen Ländern zunehmen. „Wir beobachten, dass das Thema Klimaschutz in Indien auf der Agenda höherrückt, während es in China aufgrund aktueller innenpolitischer Bedenken weiter nach unten gerutscht ist“, sagt Mehta. Indien plant demnach verstärkte Investitionen in erneuerbare Energien – insbesondere Wind- und Solarenergie, gleiches gilt für den Nahen Osten, der sich von der starken Abhängigkeit von Öl lösen möchte.  In China erwartet Mehta den Ausbau erneuerbarer Energien und eine steigende Produktion bei Elektrofahrzeugen, um das von der Regierung für 2025 gesetzte Ziel von 20 Prozent zu erreichen.

Mit Blick auf Europa sieht Joanna Crompton, Portfolio-Managerin des JPMorgan Funds – Europe Sustainable Equity Fund  in der International Equity Group von J.P. Morgan Asset Management, viele Unternehmen bei der Reduzierung der Kohlenstoffemissionen als Vorreiter. „Im Januar 2024 waren rund 70 Prozent aller Unternehmen, die ein wissenschaftlich fundiertes Ziel zur Reduzierung der CO2-Emissionen festgelegt oder sich dazu verpflichtet hatten, in den G20-Ländern ansässig – mehr als die Hälfte davon in Europa“, sagt Crompton. Auch im Stromsektor seien europäische Unternehmen in der gesamten Wertschöpfungskette, von der Hochspannung über die Übertragung bis hin zu intelligenten Zählern, weltweit führend. Hinzu kommt die gute Datentransparenz rund um ökologische und soziale Fragen in der Region. „Die Bewertungen in Europa sind attraktiv, die Gewinnwachstumsprognosen für das laufende Jahr sind positiv und europäische Firmen nehmen bei bestimmten Nachhaltigkeitsthemen eine führende Rolle ein“, fasst Crompton die Argumente für Nachhaltigkeisinvestitionen in Europa zusammen.

In den USA fokussiert sich das Portfolio-Management von J.P. Morgan Asset Management darauf Unternehmen zu identifizieren, die im Bereich Nachhaltigkeit bereits führend oder auf dem Weg dorthin sind, und die gleichzeitig attraktive risikobereinigte Renditen erzielen können. Im Fokus stehen dabei langfristige, branchenübergreifende Nachhaltigkeitstrends wie Dekarbonisierung, innovative Medizin, ‚grüne‘ Gebäude oder etwa Präzisionslandwirtschaft. Danielle Hines, Portfolio-Managerin des JPMorgan Funds - US Sustainable Equity Funds in der US Equity Group bei J.P. Morgan Asset Management, sieht vor allem den Inflation Reduction Act als Treiber der Energiewende in den USA. „Der Inflation Reduction Act ist eine wichtige finanzpolitische Maßnahme, die die Investitionsausgaben im Bereich der Energiewende in den nächsten zehn Jahren beschleunigen und vielen Unternehmen in unserem Anlageuniversum erheblichen Rückenwind verleihen wird“, sagt Hines. Diese Politik komme den Anbietern von sauberer Energie direkt zugute und biete außerdem Anreize für Elektrofahrzeuge.

Anleihen: steigendes Interesse bei Green Bonds, Anlagevielfalt wird größer

Im Bereich Fixed Income sieht Stephanie Dontas, Portfolio-Managerin innerhalb der Global Fixed Income, Currency & Commodities (GFICC) Group bei J.P. Morgan Asset Management, eine weiterhin steigende Nachfrage nach nachhaltigen Anleihen. „Nachhaltige Versionen von Kernanleihen – Global Aggregate Bonds und auf Euro lautende Unternehmensanleihen – haben in jüngster Zeit das Interesse an nachhaltigen Anleihen angekurbelt, während grüne Anleihenfonds weiterhin Gelder anziehen“, sagt Dontas. Die Anlagemöglichkeiten würden vielfältiger durch neue Produkte, etwa das Erweitern von Green-Bond-Strategien um soziale und nachhaltige Elemente, sowie das Lancieren von Net-Zero-Lösungen.

Das Emissionsvolumen von Green Bonds belief sich 2017 auf 163 Mrd. US-Dollar. Im vergangenen Jahr wurden am Markt mehr als 500 Mrd. US-Dollar emittiert, womit sich der Gesamtbetrag der ausstehenden Green Bonds auf 2,4 Bio. US-Dollar belief. Auch Social Bonds, mit deren Erlösen sozial nützliche Projekte finanziert werden, und Sustainability Bonds, mit deren Erlösen eine Mischung aus grünen und sozialen Projekten finanziert wird, haben in letzter Zeit an Bedeutung gewonnen. Das Gesamtvolumen all dieser Papiere beträgt mittlerweile rund 3,9 Bio. US-Dollar. „Damit ist dieser Markt groß genug, um eine Kernallokation in einem Portfolio zu ermöglichen“, erläutert Dontas. Anleger sollten bei der Anlage in nachhaltige Anleihen jedoch genau hinschauen, die Green Bond und die Social Bond Principles der International Capital Markets Association (ICMA) sowie der Green Bond Standard der Europäischen Union könnten den Emittenten Orientierung für hohe Standards bieten.

Die ausführliche Analyse sowie Einblicke in weitere Anlageklassen finden Sie hier.

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