Da Anlegerinnen und Anleger wieder verstärkt in europäische Aktien investieren, ist der benchmarkunabhängige Ansatz von Europe Dynamic, der auf einer Bottom-up-Aktienauswahl basiert, unseres Erachtens gut positioniert, um davon zu profitieren.
Anlegerinnen und Anleger kehren zu europäischen Aktien zurück
Europa rückt wieder in den Fokus, da die Kombination aus fiskalischen Anreizen, niedrigeren Zinssätzen und attraktiven Bewertungen das Anlegerinteresse neu entfacht. Die Kapitalzuflüsse in europäische Aktien fielen Anfang 2025 wieder positiv aus und beschleunigten sich im Laufe des Jahres, wobei in den ersten Monaten 2026 erneut eine starke Nachfrage zu verzeichnen war. Obwohl der Konflikt im Nahen Osten und andere geopolitische Bedenken weiterhin für Volatilität sorgen, bleibt der Gesamtausblick für europäische Aktien daher aus unserer Sicht im Großen und Ganzen positiv.
Da Anlegerinnen und Anleger wieder verstärkt in europäische Aktien investieren, ist der benchmarkunabhängige Ansatz von Europe Dynamic, der auf einer Bottom-up-Aktienauswahl basiert, unseres Erachtens gut positioniert, um davon zu profitieren. In diesem Fonds investieren wir ausschließlich in unsere besten europäischen Aktienideen und bieten so Zugang zu einigen der überzeugendsten Anlagemöglichkeiten in der Region. Wichtig ist, dass sich das Portfolio aufgrund des dynamischen Fondsmanagements schnell an veränderte Anlagechancen anpassen kann, ohne dass kurzfristige Schwankungen die Entscheidungen diktieren. Wenn sich das Marktumfeld ändert, wie etwa im vergangenen Jahr, wird der Fonds darauf reagieren. Und wenn wir eine großartige Aktienidee entdecken, können Sie sicher sein, dass Europe Dynamic sie aufgreift.
Die Positionierung basiert auf unserem Aktienresearch. Wir betrachten unsere Fundamentalanalyse sowie unsere quantitativen Erkenntnisse und stellen drei Fragen: Ist es ein gutes Unternehmen? Ist es attraktiv bewertet? Hat die Aktie eine positive Perspektive (und, ebenso wichtig, wird diese Perspektive unterschätzt)? Unser Ziel ist, hervorragende Unternehmen zu kaufen – zum richtigen Preis und zum richtigen Zeitpunkt.
Die Positionierung spiegelt das sich verändernde Marktumfeld wider
Auch wenn wir die europäischen Märkte positiv bewerten, sorgt der Konflikt im Nahen Osten für Unsicherheit hinsichtlich der kurzfristigen Aussichten. Was die unmittelbaren Auswirkungen betrifft, so wären einige europäische Unternehmen natürlich besonders betroffen, sollten die Ölpreise über einen längeren Zeitraum hoch bleiben (beispielsweise Fluggesellschaften). Wir würden jedoch davon ausgehen, dass es in allen Sektoren sowohl Gewinner als auch Verlierer geben wird.
Generell profitieren die europäischen Märkte weiterhin von der Tendenz der Anlegerinnen und Anleger, ihre Portfolios über die Technologie- und KI-Aktien hinaus zu diversifizieren, die die US- und asiatischen Märkte in den letzten Jahren dominiert haben. Viele Märkte in den USA und Asien sind mittlerweile von Technologieausgaben und -gewinnen abhängig, während Europa deutlich weniger technologieorientiert ist.
Während die Kapitalflüsse auf der Suche nach Diversifizierung wieder nach Europa zurückkehren, stammen die Aktien, die unserer Meinung nach das größte Potenzial haben, dieses erneute Anlegerinteresse in anhaltende Erträge umzuwandeln, aus einer breiten Palette von Sektoren.
Nehmen wir den Bankensektor, der einen wesentlichen Teil des europäischen Index ausmacht. Europas Banken wurden von der Niedrigzinsphase der 2010er Jahre schwer getroffen. Dank Kostensenkungen und Digitalisierung konnte der Sektor jedoch seine frühere Rentabilität wiedererlangen, als die Zinsen wieder positiv wurden, auch wenn die Zinsen heute strukturell niedriger sind als vor der Finanzkrise. In den letzten fünf Jahren haben die europäischen Banken die Aktien der „Magnificent Seven“ übertroffen. Wir halten Beteiligungen an mehreren attraktiv bewerteten europäischen Kreditinstituten, darunter UniCredit in Italien und AIB in Irland.
Ein weiteres Beispiel für die Art von Aktie, die wir bevorzugen, ist Engie, ein gut geführter französischer Energieversorger. Der Titel bietet eine Dividendenrendite von 7,5%, was die Fokussierung auf den Shareholder Value widerspiegelt. Auch die Bewertung ist im Vergleich zu einem Energiesektor attraktiv, der aufgrund der voraussichtlich steigenden Nachfrage im Bereich Rechenzentren einige der stärksten Wachstumsprognosen seit Jahren aufweist. Besonders hervorzuheben sind jedoch die Prognosen zum Gewinnwachstum von Engie, die sich seiner flexiblen Erzeugungskapazität verdanken – ein enormer Vorteil in einem Markt, der zunehmend auf unvorhersehbare erneuerbare Energieerzeugung angewiesen ist. Neben diesen Beispielen lassen sich viele der derzeit interessantesten europäischen Aktien in drei Hauptgruppen einteilen: Europas Gewinner im Verbraucherbereich, die verborgenen Schätze und die Nutznießer der Konjunkturprogramme.
Gewinner im Verbraucherbereich
Auf den ersten Blick scheinen Europas Konsumsektoren keine lukrativen Anlagemöglichkeiten zu bieten, da sich die Konsumausgaben in der gesamten Region schon länger in einer Flaute befinden. Schaut man jedoch genauer hin, zeigt sich, dass die europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher wieder Zuversicht gewinnen, nicht zuletzt dank sinkender Zinsen und überschüssiger Ersparnisse im Anschluss an die Pandemie. Zu den Aktien in unserem Portfolio, die von einer möglichen Erholung der Konsumnachfrage profitieren könnten, gehört unter anderem der Brauereikonzern Carlsberg. Die Branche litt zuletzt unter den Schlagzeilen über einen rückläufigen Alkoholkonsum, aber unser Analystenresearch hat ergeben, dass dieser gesamte Rückgang und noch mehr auf den Weinkonsum zurückzuführen ist. Die Nachfrage nach Spirituosen und Bier sinkt dagegen nicht, was den Bierabsatz von Carlsberg stützt. Gleichzeitig leistet das Unternehmen auch gute Arbeit bei der Integration seiner jüngsten Akquisitionen (allen voran Britvic), sodass diese zum Gewinn beitragen können.
Verborgene Schätze
Europas verborgene Schätze finden sich in den unterschiedlichsten Branchen, insbesondere unter kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die Asmodee Group beispielsweise ist ein Brettspielhersteller, der von den wachsenden Sorgen um Kinder und deren Bildschirmzeit profitiert. Die Spiele von Asmodee, wie zum Beispiel „Ticket to Ride“, erweisen sich als beliebte Methode für Eltern, ihre Kinder von ihren Handys abzubringen.
Nutznießer der Konjunkturprogramme
Bei der Aktienauswahl spielt die Politik derzeit eine entscheidende Rolle. Bislang stand bei der Finanzpolitik vor allem Deutschland im Vordergrund. Deshalb bevorzugen wir Aktien wie Bilfinger, ein gut geführtes deutsches Industrieunternehmen mit mittlerer Marktkapitalisierung, das überwiegend in Deutschland tätig ist und von den deutschen Infrastrukturausgaben profitieren dürfte.
Auch andere europäische Regierungen beginnen inzwischen, ihre Investitionen in Verteidigung, Digitalisierung, Infrastruktur und die Energiewende zu erhöhen. Diese Ausgaben sind zwar ungleichmäßig verteilt, aber sie sind real, erstrecken sich über mehrere Jahre und erweitern die adressierbaren Märkte vieler europäischer Unternehmen.
Im Hinblick auf die Verteidigungsausgaben beispielsweise steigern staatliche Gelder die Erwartungen an das Gewinnwachstum, aber einige Märkte werden mehr davon profitieren als andere. Wenn es um Verteidigung geht, neigen Regierungen außerdem dazu, in erster Linie heimische Unternehmen zu unterstützen. Zu unseren bevorzugten Aktien zählt der spanische Rüstungskonzern Indra Sistemas, der attraktiv erscheint, da Spanien seinen NATOAusgabenverpflichtungen weit hinterherhinkt.
Gleiches gilt für die Infrastrukturausgaben, die bisher langsamer geflossen sind, weil die Regierungen abwägen, wie sie die Ausgaben am effektivsten verteilen können. Die Planung und der Bau großer Infrastrukturprojekte sind schließlich komplex. Allerdings beginnen sich die staatlichen Investitionszusagen bereits in den Gewinnprognosen niederzuschlagen. Unter den erwarteten Nutznießern favorisieren wir den französischen Industriekonzern SPIE, der im Zuge des Übergangs zu saubereren Energiequellen vom europäischen Thema der Elektrifizierung profitieren dürfte.*
